ein Kind fotografiert
© Markus Spiske – unsplash.com

Mit dem Kinderreisepass können Kinder und Babys sich bis zum 12. Lebensjahr im Ausland durch ihre Eltern legitimieren. Bis zum 26. Juni 2012 genügte ein Eintrag ihrer Person im Reisepass der Eltern, diese Regelung wurde jedoch aus Sicherheitsgründen aufgehoben.

Der Kinderreisepass gilt wegen seiner recht niedrigen Beschaffungskosten im Gegensatz zum ePass oder Kinder-Personalausweis als das geeignetste Reisedokument für Babys und Kinder. Lediglich für Einreisen in die USA ist dieses Ausweisdokument ungeeignet, was einen wesentlichen Nachteil des Kinderreisepasses darstellt.

Die Anforderungen an das Kinderreisepass-Passbild

Das Bild für den Kinderreisepass muss den aktuellen biometrischen Richtlinien entsprechen, die sich am ICAO-Standard (International Civil Aviation Organization) orientieren. Die folgenden Kriterien wurden dabei gesetzlich für biometrische Passbilder aufgestellt:

  • das biometrische Passbild muss die Person aktuell zeigen und darf nicht beschädigt sein
  • es sind die Maße 3,5 x 4,5 cm einzuhalten
  • das Gesicht des Kindes muss bis zum 10. Lebensjahr ca. 50 – 80 % des Fotos einnehmen und zentriert erscheinen
  • ein neutraler, nach vorn gerichteter Blick mit geschlossenem Mund ist wichtig
  • Kopfbedeckungen religiöser Art sind erlaubt, sofern sie das Gesicht nicht schattieren oder bedecken
  • ein einfarbiger und gut beleuchteter Hintergrund ist zu beachten
  • es darf keine weitere Person im Bild sein
  • Gegenstände wie Schnuller, Schmusetücher oder Kuscheltiere sind im Bild nicht erlaubt

Quelle: Biometrisches-Passbild.net: Kinder & Babys

Passfotogenerator zur Erstellung biometrischer Passbilder
© Victoria Borodinova – pexels.com und Kinderreisepass.org

Bei Babys und Kindern bis 6. Lebensjahr darf es bei den Kriterien für die Biometrietauglichkeit von Passbildern leichte Abweichungen geben.

So kann beispielsweise die Blickrichtung leicht abweichen, wenn dafür das Gesicht zentriert und alle Gesichtszüge gut erkennbar sind. Das Einwohnermeldeamt kann bei der Ausstellung also hin und wieder „ein Auge zudrücken“, wenn bei dem Erstellen der Passbilder von Babys und Kleinkindern keine perfekten Bilder entstehen – diese Aufgabe stellt für Eltern und Fotografen nämlich immer wieder eine Herausforderung dar.

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